“Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man Spaß hat.” Das ist eigentlich eine Untertreibung für das, was sich in den letzten fünf Jahren wie eine “Vollgasabfahrt” angefühlt hat. Mal auf dem Außenblatt auftanken, mal in den Kurven alles dicht machen müssen. Irgendwo zwischen anstrengendem Zehenkräuseln und dem Genießen der Geschwindigkeit und des zischenden Windes in den Ohren in vollen Zügen.

Wie bei vielen flämischen Kindern ist meine Liebe zum Radsport, zum Rennsport und seinen Helden auf dem Asphalt mit familiären Momenten verbunden. Gemeinsam mit Vater, Onkeln, Brüdern, Cousins und Freunden habe ich die später legendären Fahrten und Rennen verfolgt. Als Kind der 1990er Jahre erinnere ich mich zum Beispiel an die Zweikämpfe zwischen Indurain und Tony Röminger. Letzterer gewann 1993 das Goldene Trikot bei der Vuelta und eroberte später auch das gepunktete Trikot bei der Tour de France. Epische Kämpfe von Bergfahrern gegen das Hochgebirge oder von harten Fahrern gegen die Uhr. Diese werden mir immer in Erinnerung bleiben. Durch sie habe ich angefangen, selbst Rad zu fahren und mich nach Bergen und Bergen zu sehnen.
In der Sekundarschule habe ich das Druckhandwerk erlernt. Weil ich noch viel mehr kreativ lernen wollte, habe ich in St. Lucas in Gent Grafikdesign studiert. Das war die Zeit meines Lebens. Dort tauchte übrigens auch der Name The Vandal zum ersten Mal auf. Damals allerdings nur in Form von hippen Schablonen auf langweiligen Wänden. Aber die Liebe zum Radfahren und allem, was damit zu tun hat, war nie weit weg. Die Theorie des Studiums wurde dann bei Shanti Productions in Antwerpen in die Praxis umgesetzt. Design und Textildruck wurden zu meiner täglichen Beschäftigung. Es dauerte also nicht lange, bis meine Leidenschaft und meine Arbeit zueinander fanden. Zuerst mit individuell bemalten Fahrrädern, selbstgemachten Fahrradlenkergeweihen und Schlüsselanhängern aus Autoreifen. Bald darauf folgten die ersten Entwürfe über das Fahrrad, das Rennen und seine ikonischen Helden. Sie verkauften sich gut. Familie und Freunde waren begeistert und ich hatte den Dreh raus. Es dauerte nicht lange, bis ich der Sache einen Namen gab. Der Vandal war geboren. Wir schreiben dann irgendwann im Jahr 2013.

Schweren Herzens besuchte ich einige Geschäfte, von denen ich annahm, dass sie Interesse haben könnten. Einige Fahrradgeschäfte wie Rijwielen Smets in Deurne oder ein Concept Store “avant la lettre” Talent in de Buurt, in der Straße, in der ich damals wohnte. Sie sahen etwas in mir und gaben mir das nötige Selbstvertrauen, um weiterzumachen. Immer mehr Menschen kreuzten meinen Weg, die in meiner Idee Potenzial sahen und an The Vandal glaubten. Eine Marke, die sich speziell an Rennsportbegeisterte richtet, gab es noch nicht. Über Via kam ich in Kontakt mit Rennsportlegenden wie Johan Museeuw oder startenden Profis wie Kris Boeckmans. Der Kurs von The Vandal begann Gestalt anzunehmen. Die Kreidelinien waren gesetzt.
Eine Marke mit einem bescheidenen Budget zu vermarkten, bedeutet vor allem harte Arbeit. Ich habe selbst einen Webshop eröffnet, neue Einzelhandelskunden gesucht, Designs entworfen, Marketing betrieben, produziert, Bestellungen verpackt... Ich habe alles selbst gemacht, und das oft nach Feierabend und sogar öfter als gewünscht bis in die frühen Morgenstunden. Gleichzeitig habe ich auch individuelle Designs für alle möglichen Anlässe entworfen. Von traditionellen Junggesellenabschieds-T-Shirts bis hin zu professioneller Firmenkleidung und Sponsorenmaterial.

Nachdem ich mindestens zwei Jahre lang einen Vollzeitjob und mein eigenes Unternehmen kombiniert hatte, beschloss ich 2016, den großen Schritt in Richtung Vollzeitunternehmertum zu wagen. Von da an erhielt The Vandal meine ungeteilte Zeit und Aufmerksamkeit, was dafür sorgte, dass sich das Wachstum noch mehr beschleunigte. 2018 zog The Vandal von meiner Garage, wo alles begann, an einen neuen professionellen Arbeitsplatz in Borgerhout um. Inzwischen ist The Vandal auch ein richtiges Team geworden. Gemeinsam mit Nils und Krys bauen wir die Zukunft von The Vandal auf. Eine Bekleidungsmarke mit starken Werten für fahrradbegeisterte Menschen. Vom Gelegenheitsradler oder Fahrradpendler bis hin zum Rennfanatiker oder Fahrrad-Allesfresser!
The Vandal - Eine nie endende Leidenschaft für den Radsport









